Jobben: Von Hiwi bis Werkstudent

Text/Quelle: Jan-Phillip Jenke / STUDI-Info WS 2020/21.
Modelfoto: Colourbox.de

Finanzielle Unterstützung ist die eine Seite, jobben neben dem Studium die andere. STUDI-Info hat für die wichtigsten Formen zusammengefasst.

Um dein Studium zu finanzieren, kannst du nebenher einen Minijob ausüben. Die Arbeitszeit liegt bei maximal 14,9 Stunden pro Woche, die Gehaltsgrenze bei 450 Euro pro Monat, sagt Petra Lehmann von der Zentralen Studienberatung/Career Service der Uni Heidelberg.

Jobben als Teilzeitkraft
Eine weitere Verdienstmöglichkeit ist eine Teilzeitstelle (mit Vertrag) bis 20 Stunden pro Woche.Die 20-Stunden-Grenze gilt generell bei den diversen Möglichkeiten, wenn du neben der Uni jobben willst. Studis können auch eine freiberufliche Tätigkeit ausüben, zum Beispiel als Journalisten oder Übersetzer. Eine weitere Möglichkeit sind bezahlte Praktika, die auf einige Monate befristet sind.

Geld verdienen als Hilfskraft
Die studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft, liebevoll Hiwi genannt, ist an den Unis und Hochschulen in unterschiedlichsten Bereichen tätig: im Labor, in der Bibliothek, als Tutor, sie bereitet Veranstaltungen oder Vorlesungen vor oder „betreut bei uns im CareerService beispielsweise die Website oder erstellt Podcasts“, erzählt Lehmann.

Eine Hiwi-Stelle zu finden, ist recht einfach: Du kannst in die Stellenanzeigen der Uni, am schwarzen Brett oder in den Newsletter schauen; Professoren, Studierende oder die Fachschaft fragen. Die Arbeitszeiten sind flexibel. Es gibt kurzzeitige Verträge mit wenigen Stunden oder auch über einen längeren Zeitraum bzw. mit höherer Stundenzahl je nachdem, wie es zum Studium und dem Tätigkeitsfeld passt. „Das Studium steht im Vordergrund“, so die Laufbahnberaterin.

Der Verdienst ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und  wird  jedes Jahr neu festgesetzt; es macht einen Unterschied, ob du schon einen Bachelor-oder Masterabschluss hast, an der Uni oder FH bist. In Baden Württemberg erhält eine studentische Hilfskraft ab Sommersemester 2020 10,63 Euro pro Stunde, ein wissenschaftlicher Hiwi mit Master an der Uni 16,79 Euro.

Arbeiten als Werkstudent
Der Werkstudent ist ein selbstständiger Unternehmer, hat keine Festanstellung und muss seinen Vertrag mit dem Arbeitgeber aushandeln. Damit ist auch der Verdienst Verhandlungssache. Der Vorteil eines Werkstudenten: Wenn du keine Uni-Karriere anstrebst, hast du in der freien Wirtschaft bereits erste Erfahrungen gesammelt und Kontakte geknüpft. Arbeitgeber schätzen überdies Soft-Skills wie Teamfähigkeit und Kommunikation. „Ein Werkstudent weiß, wie das Leben außerhalb der Uni funktioniert“, betont Lehmann. Einen Nachteil dieses Modells kann sie nicht nennen.

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