E-Commerce und Online-Shopping kannst du auch studieren!

Text/Quelle: Anke Beimdiek/STUDI-Info Sommersemester 2020. Grafik:Colourbox.de

Online-Shopping ist dein Ding? Nicht nur als Konsument, sondern auch wenn es darum geht, einen eigenen Shop zu gestalten? Dann ist das relativ junge Studienfach E-Commerce wahrscheinlich genau das Richtige für dich.

Ob neue Sneaker, elektronische Geräte, eine schicke Jeans oder Ersatzteile fürs Fahrrad – fast jeder Bundesbürger, der regelmäßig  im Netz ist, bestellt im Internet. Das Online-Geschäft in Deutschland ist 2018 zweistellig gewachsen. Ein Ende des Trends? Ist nicht absehbar. Auch das Dienstleistungsgewerbe etabliert sich zunehmend im Internet. Fast jede Branche nutzt Web-Plattformen als Vertriebskanal und zur Kundengewinnung. Klar, dass Unternehmen nach qualifiziertem Nachwuchs suchen. Im klassischen BWL-Studium spielt der Online-Handel aber häufig nur am Rande eine Rolle.

BWL plus Informatik
Mit dem Boom des digitalen Handels ist ein neuer Ausbildungsberuf entstanden: Seit einem Jahr bilden Unternehmen E-Commerce-Kaufleute aus. Auch an Hochschulen gibt es einige junge Studiengänge, die sich speziell mit dem Online-Handel befassen. E-Commerce ist auch ein akademisches Fach. Studieren kannst du es als Bachelor- oder Master-Studiengang an staatlichen und privaten Hochschulen oder Fachhochschulen mit wirtschaftlichen oder technischen Profilen. Der Studiengang ist eine Mischung aus BWL mit Schwerpunkt Marketing und Informatik. Im Angebot sind Voll- und Teilzeit-Studiengänge.

Wirtschaftsinformatik
Nicht zu verwechseln ist E-Commerce mit der Wirtschaftsinformatik, die ihre Wurzeln ebenfalls in den Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre sowie Informatik hat. In dieser Disziplin geht es aber vor allem um die Entwicklung und Betreuung betriebsinterner Informationssysteme und darum, Standard-Software an die Bedürfnisse von Unternehmen anzupassen.

Theorie und viel Praxis
E-Commerce-Bachelor-Studiengänge sind zum Beispiel an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena oder an der privaten FH Wedel in Hamburg beliebt. Die Studierenden lernen, die Vorgehensweisen, Probleme und Lösungsoptionen zur Umsetzung von E-Commerce-Plattformen zu verstehen. „Im Veranstaltungsplan für den Bachelor sind bei uns Mathematik- und Informatikfächer enthalten. Mathe und Informatik sind wichtig, aber die Studierenden benötigen keine speziellen Vorkenntnisse, die über das Abiturwissen hinausgehen“, sagt Prof. Dr. Nico Brehm, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen der EAH Jena. Neben theoretischen Grundlagen aus Wirtschaftswissenschaften und Informatik haben praktische Übungen einen hohen Stellenwert. Im fünften Semester müssen beispielsweise Studierende der FH Wedel nach Angaben der Hochschule für eine Geschäftsidee ein passendes Online-Shop-System auswählen, konfigurieren und den fortlaufenden Betrieb des Online-Shops vorbereiten. An der EAH Jena absolvieren die Studierenden ein 20-wöchiges Praktikum.

Jobgarantie für Absolventen
Nach einem E-Commerce-Studium bist du ein gefragter Experte für die Themen digitale Geschäftsmodelle, Onlineshops und Nutzerverhalten. Aber ist schon mit dem Bachelor E-Commerce ein Job so gut wie sicher? „Ein klares Ja“, sagt dazu Prof. Brehm.

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