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Tierärztin beim K+K-Cup: Im Notfall sofort vor Ort

Text/Quelle: Nele Güttler,Merle Müller, Katrin Krom (Redaktion: Doerthe Rayen) / Westfälische Nachrichten (WN) vom 14.02.2019. Bild: Modelfoto: Colourbox.de

Kleintierpraxis? Landtierarzt? Zoo oder Zirkus? Das Einsatzgebiet von Tierärzten ist weit aus größer. Zum Beispiel auf einem Turnier wie dem K+K-Cup.

Sie bewegt sich ruhig und vorsichtig zwischen den Pferden. Ein Blick ins Maul. Dann unter den Bauch. Ist irgendwo Blut zu sehen? Hat das Pferd Wunden? Bei der Kontrolle redet Elisa Dorrego-Keiter leise mit Pferd und Reiter. Die 34-Jährige ist Tierärztin, beim K+K-Cup. Auch deshalb, um Kontrollen vor dem Turnierstart durchzuführen. Und um Pferde im Notfall zu versorgen.

Täglicher Gesundheitscheck
Pro Turniertag untersucht die Tierärztin 15 bis 20 Pferde. Es werden Stichproben genommen – alles ist genau vorgegeben, wer und wo überprüft wird. Tierschutz steht besonders im Fokus: Die Gesundheit der Pferde geht vor. Wenn Elisa Dorrego-Keiter bei den Kontrollen etwas entdeckt, was nicht korrekt ist, werden der Reiter und sein Pferd vom Wettkampf ausgeschlossen.

Seit acht Jahren ist Deutschland das Zuhause der Tierärztin. Vorher lebte sie in Spanien, wo sie aufwuchs und Tiermedizin studierte. Tierärztin zu werden, so erzählt sie, sei schon immer ihr Wunsch gewesen. Deshalb sagt sie überglücklich: „Mein Traum wurde Wirklichkeit.“

Wenn sie nicht auf großen Turnieren wie dem K+K-Cup ist, arbeitet Elisa DorregoKeiter als Tierärztin im Bereich der Chirurgie und Orthopädie in einer Klinik in Dülmen. Auf Turnieren, so sagt sie, gebe es zum Glück selten schwere Unfälle. Doch wenn, passieren diese meist beim Springen oder beim Transport zum Turnier.

Gerüstet für den Notfall
Frau Dr. Dorrego-Keiter hat immer eine Notfallkiste vor Ort. Bei Verletzungen übernimmt sie die Erstversorgung der Pferde. Das heißt: Minimale Wunden tackert sie zum Beispiel zu. Das ist ein schneller Weg – ohne Medikamente. Bei allen anderen Verletzungen werden die Tiere versorgt und dann in die Klinik gebracht. Dafür ist ein besonderer Transporter vor Ort.

Nicht zuletzt müssen Dopingkontrollen durchgeführt werden
Als Tierärztin ist Elisa Dorrego-Keiter neben den Tierärzten von der Reiterlichen Vereinigung (FN) bei Dopingkontrollen eingebunden. Dort gibt es ein präzises Verfahren. Das Pferd wird dafür in eine spezielle Box gebracht, in der es kein Wasser gibt. Für die Dopingkontrolle wird der Urin des Pferdes genutzt. Wenn das Pferd nach einer halben Stunde keinen Urin abgegeben hat, wird ihm Blut abgenommen und das dann untersucht.

Ohne Schmied geht es nicht
Auch der Schmied spielt eine wichtige Rolle beim Turnier. Wenn ein Pferd ein Hufeisen verliert, ist Lucas Mocka zur Stelle. Zum K+K-Cup hat der Hufschmied seine kleine, aber feine Schmiede im Bully dabei. Lucas Mocka arbeitet bei der Hufbeschlagschule Ernst Niemerg oHG. Dort gibt Tierärztin Elisa Dorrego-Keiter theoretischen Unterricht. Denn als Hufschmied, so weiß Lukas Mocka, müsse man über die Anatomie von Pferden Bescheid wissen.

Um ein neues Hufeisen anzupassen, benötigt der Schmied fünf bis zehn Minuten. Dabei muss er auf viele Dinge achten, auch auf die Form des Hufes.Jedes Pferd hat einen individuellen Huf. Der 28-jährige hat einen guten Vergleich: „Das ist wie beim menschlichen Fingerabdruck.“ Zum Glück hat das Pferd beim Beschlag des Hufes keine Schmerzen, da der Pferdehuf außen mit einer dicken Hornschicht geschützt ist.

Die beiden Pferdeliebhaber lernten sich nicht nur durch die Arbeit auf Turnieren kennen, sondern schon vorher beim theoretischen Unterricht in der Hufbeschlagschule. Die beiden sind ein eingespieltes und sympathisches Team.

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