Tolle Jobideen für Studierende

Kellnern ist ein beliebter Job für Studenten. Es gibt aber auch andere Jobmöglichkeiten. 

Text/Quelle/Fotos von Studierenden: Arndt Zinkant /Westfälische Nachrichten (WN) vom 20.10.2018; Teaserfoto: Modelfoto: colourbox.de

Es muss nicht immer Kellnern sein. Münster bietet im Vergleich wenige Jobs für Studenten - doch die zeigen sich erfinderisch.   -  Vielleicht ist da auch sogar eine klasse Idee für dich dabei?

Nicht nur der Wohnungsmarkt ist für Münsters Studenten momentan leer gefegt – auch die eigene Haushaltskasse zeigt oft gähnende Leere. Da heißt es, nach Nebenjobs Ausschau halten. Die Arbeit als Werksstudent oder studentische Aushilfe bietet darüber hinaus die Möglichkeit, berufliche Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.

Wenig Jobangebote in Großstädten
Wie ein Internet-Jobsuchportal herausfand, ist das Angebot in vielen deutschen Großstädten allerdings nicht berauschend, insbesondere in NRW nicht. Als löbliche Ausnahme wird etwa Köln genannt. Dort suchen derzeit Unternehmen in 410 von 14 820 Inseraten (2,8 Prozent) nach studentischen Aushilfskräften. In Münster liegt der aktuelle Anteil an Studentenjobs bei einem Prozent und damit unter dem Durchschnitt der 20 größten Städte (1,6 Prozent).

Ganz schön pfiffig: Im Lokal als Nanny arbeiten
Wer sich im Bereich des Fürstenberghauses umhört, stößt auf erfinderische Studis: Lehramtsstudentin Elena zum Beispiel arbeitet im Lokal „Aposto“ – allerdings nicht als Kellnerin, sondern als Nanny für Kindergeburtstagsfeiern. Da kommen 20 bis 25 Monatsstunden zusammen, sagt sie. Honorar über Mindestlohn. Bafög bekomme sie nicht, ihre Wohnung sei „extrem teuer“.

Ganz schön pfiffig: Elena  (23 Jahre) jobt
in einem Restaurant, aber nicht als Kellnerin,
sondern als Nanny.

Der 20-jährige Julius macht momentan ein unbezahltes Praktikum in der Hoffnung, übernommen zu werden. Gejobbt hat er zuvor in Melbourne im Fundraising. Für 18 Dollar die Stunde plus Provision warb er Passanten an, damit sie Sponsoren bzw. „Paten“ für Kinder in Entwicklungsländern werden.

Julius (20 Jahre) geht in Vorleistung:
Er hofft über ein Praktikum an einen
guten Job zu kommen.

Einen richtigen Werkstudenten-Job hat der 25-jährige Philipp ergattert. Die Bezahlung findet er in Ordnung. „Ich will mir auch mal einen Urlaub leisten können.“

Allgemein sind Bürojobs (15 Prozent) oder das „klassische“ Nebenbei-Kellnern (13,3 Prozent) immer noch am beliebtesten, wie das Statistik-Portal Statista meldet.

Zu viel Verdienst sollte es aber auch nicht sein: Um nicht sozialversicherungspflichtig zu werden, darf der Minijob pro Monat nicht mehr als 400 Euro einbringen. Für Bafög-Empfänger gelten noch einmal gesonderte Regelungen. Während etwa Einkünfte aus Pflichtpraktika ohne Abzug von Freibeträgen angerechnet werden, gewährt der Gesetzgeber bei Neben- oder Ferienjobs erhebliche Freiräume.

Gleich zwei Nebenjobs hat Lehramtsstudentin Jana: Sie übernimmt „Job Coaching“ für einen jungen Mann beim Institut für berufliche Qualifizierung in Nottuln. Außerdem hilft sie im Haushalt einer jungen Familie. „Die Familie kannte ich ohnehin – da hat es sich einfach glücklich ergeben.“

 

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