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Semester beginnt mit katastrophaler Wohnungssuche

Text /Quelle/ Foto: Pjer Biederstädt /Westfälische Nachrichten (WN) vom 6.10.2018; Teaserfoto: Modelfoto: Colourbox.de

Für Till Kleine-Weischede beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der 21-Jährige nimmt sein Studium der Geografie und Skandinavistik auf und ist damit einer von 5.400 Erstsemestern an der Westfälischen Wilhelms-Universität. Warum der Bergkamener die Einführungsveranstaltungen nur bedingt für sinnvoll hält, weshalb er mit dem Klapprad unterwegs ist und wie sich Luftmatratzen-Hopping anfühlt, erklärt er im Gespräch mit Redakteur Pjer Biederstädt.

Ein Studienneuling zwischen Vorfreude und Katastrophe

 

Till Kleine-Weischede freut sich auf das Studium in Münster, auch wenn sich die Wohnungssuche mehr als schwierig gestatltet.

?: Die Orientierungswoche vor dem Studienstart ist fast vorüber. Wie sind Ihre ersten Eindrücke von der Stadt?

Till Kleine-Weischede: Also das Essen in der Mensa schmeckt mir (lacht). Und der Rest gefällt mir auch. Ich bin schon meine Wege zur Uni mit dem Rad abgefahren, um Montag nicht herumirren zu müssen.

?: War die Orientierungswoche hilfreich für Sie?

Kleine-Weischede: Einerseits ja, weil ich erste Kontakte zu Kommilitonen geknüpft habe. Andererseits nein, weil ich vieles von dem, was in den Einführungsveranstaltungen erzählt wurde, längst online gelesen hatte. Da war die eine oder andere überflüssige Veranstaltung dabei.

?: Warum haben Sie sich für Münster entschieden?

Kleine-Weischede: Weil die Uni in Bochum meine Fächerkombination nicht mehr anbietet. In Kiel hätte ich zu Geografie und Skandinavistik noch Theologie wählen müssen. Das wollte ich nicht.

?: Und Sie studieren auf Lehramt?

Kleine-Weischede: Nö, auf Schauen-wir-mal.

?: Welche Erwartungen haben Sie an das Studium?

Kleine-Weischede: Ich hoffe, dass es Spaß macht und dass ich mehr gefordert werde. Vorher habe ich eine Ausbildung zum Augenoptiker gemacht, und die war wirklich sehr langweilig. Deshalb habe ich nebenher schon Skandinavistik-Kurse belegt.

?: Werden Sie neben dem Studium jobben?

Kleine-Weischede: Das ist das Gute daran, dass ich vorher eine Ausbildung gemacht habe: Ich kann an den Wochenenden bei einem Optiker in der Heimat arbeiten.


?: Wie lief die Wohnungssuche?

Kleine-Weischede: Katastrophal! Im Moment pendele ich von Bergkamen, penne hier und da mal bei Freunden auf einer Luftmatratze. Es ist ja nicht so, als hätte ich mir noch keine Wohnungen angesehen. Aber ganz ehrlich: Für neun Quadratmeter zahle ich doch keine 450 Euro.

?: Vielleicht fehlt Ihnen das nötige Equipment, um als Mitbewohner attraktiv zu sein . . .

Kleine-Weischede: Nein. Ich habe alles! Töpfe, Möbel, wirklich alles. Steht im Keller meiner Eltern. Meine Schwester ist vor Kurzem mit ihrem Freund zusammengezogen, da konnte ich ein paar ihrer Sachen übernehmen. Wer das also liest: Ich könnte sofort einziehen.

?: Haben Sie denn?: wenigstens schon ein Fahrrad?

Kleine-Weischede: Mein gutes Rad von zu Hause wollte ich nicht mitnehmen. Das ist hier in Münster ja so eine Sache . . . Jetzt habe ich mir ein Klapprad für 20 Euro besorgt. Aber keine Sorge, liebe Polizei, es hat Licht.

?: Überwiegt denn jetzt die Vorfreude aufs Studium oder die Angst, weil die Leute, das Umfeld und der Alltag neu sind?

Kleine-Weischede: Auf jeden Fall die Vorfreude. Befürchtungen habe ich keine.

?: Jetzt mal Hand aufs Herz: Konzentrieren Sie sich auf das Studium oder steht das Feiern erst mal im Mittelpunkt?

Kleine-Weischede: Auf jeden Fall gehe ich mein Studium konzentriert an.

?: Angst, dass Ihre Eltern das lesen?

Kleine-Weischede: (lacht) Genau. Aber ganz im Ernst: Ich freue mich auf die Studienzeit, aber mindestens genauso auf die Inhalte im Studium.

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