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"Tischlein deck dich": Designnachwuchs präsentiert lösungsorientierte Arbeiten

Text/Quelle: Martin Kalitschke, Westfälische Nachrichten (WN) 17.02.2018
Fotos: Matthias Ahlke, WN
Foto (Tichlein deck dich): FH Münster

"Tischlein deck dich": Designnachwuchs präsentiert lösungsorientierte Arbeiten

Von Wasserverschwendung bis Obdachlosigkeit: Die Absloventen des Fachbereichs Design der Fachhochschule präsentierten Ihre Abschlussarbeiten. Geboten wurden Lösungen, aber auch ein nachdenklich machender „Parcours“.

Was ist das digitale Ich – und hat es überhaupt noch etwas mit der Realität zu tun? Was kann man gegen die Angst machen, von den wachsenden Anforderungen in der Arbeitswelt überrollt zu werden? Wie kann man es schaffen, dass in Ruhrgebietsstädte der Optimismus zurückkehrt? Warum machen sich nicht mehr Menschen ernsthaft Gedanken über das Schicksal Obdachloser?

So viele Fragen, so viele Unsicherheiten, so viele Ängste. Doch die Absolventen des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster verweigern sich der Resignation. Sie haben sich auf die Suche nach Antworten gemacht. Zu sehen waren die 70 Arbeiten auf dem Leonardo-Campus – es ist ein ernsthafter, nachdenklich machender „Parcours“-Rundgang, der dort diesmal präsentiert wird.

"Verbraucht weniger Wasser"
112 Liter Wasser gehen bei einer Dusche durch den Abfluss. „Verbraucht weniger Wasser“ ist die Botschaft von Laura Böddicker. Sie hat eine Shampoo-Flasche mit einer präzisen Mengendosierung entwickelt, um ein Zeichen gegen die Wasserverschwendung zu setzen.

„Dreimaleins“ haben Tobias Kaiser und Pascal ihre Kampagne gegen Armut und Obdachlosigkeit genannt. Ergebnis ist ein Magazin, das die Leser nicht nur informieren, sondern auch Empathie wecken soll, hofft Kaiser.

Auch für Kinder und alte Menschen geeignet ist das von Laura Potthoff und Marleen Vaalbrock entwickelete Beteck "Tischlein deck dich".

"Tischlein deck dich"
„Tischlein deck dich“ haben Laura Potthoff und Marleen Vaalbrock ihre Abschlussarbeit genannt. Das handelsübliche Besteck wird nicht allen Bedürfnissen der Nutzer gerecht, haben sie herausgefunden – und passgenaue Lösungen unter anderem für Kinder und alte Menschen entwickelt, die so ganz anders aussehen als normales Besteck.

„Inner“ heißt die crossmediale Arbeit von Rike Neuhoff, Konstantin Schulze und Sarah Stemmler. Stress, Überforderung, Angst, Orientierungslosigkeit werden in einem Magazin thematisiert, dessen Inhalte von einer Online-Community beeinflusst werden.

VR im Unterricht
Für die Arbeit von Maike Eilers und Rabea Rix muss man eine Oculus-Brille aufsetzen: Sie haben einen 360-Grad-Erlebnisunterricht entwickelt, bei dem die Schüler mit Hilfe von virtueller Realität den menschlichen Blutkreislauf erkunden.

Ein Sprache, die jeder versteht
Was passiert, wenn Hilfspakete verteilt werden, die Empfänger aber nicht die Beschriftung verstehen? Lukas Walbaum hat ein ikonografisches Kommunikationskonzept mit Piktogrammen entworfen, die auf der ganzen Welt verstanden werden.

Ronja Overländer hat sich derweil mit ihrer Heimatstadt Duisburg auseinander gesetzt. Das Cover ihres Magazin ist aus Kohle – man sollte es also nicht auf einem weißen Sofa lesen.

Die Ausstellung der Arbeiten war am 17. und 18. Februar in der "School of Design", Leonardo-Campus, Münster.

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