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Studis klagen: Meine Uni ist nicht digital genug!

Text / Quelle: univativ.com
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Die Digitalisierung hat an deutschen Hochschulen noch keinen flächendeckenden Einzug gefunden. Fast alle in einer Umfrage befragten Studenten sehen Nachholbedarf an ihrer Hochschule. Ihr Topwunsch: Vorlesung via Stream oder Videotelefonie.

Die Digitalisierung hat an deutschen Hochschulen noch keinen flächendeckenden Einzug gefunden. Auf die aktuelle Umfrage von univativ unter rund 900 deutschen Studierenden zum Thema „Wie digital ist Deine Uni?“ antworten die meisten Befragten demnach: „Nicht digital genug!“. Fast alle Studenten (91%) sehen Nachholbedarf an ihrer Hochschule.

Digitale Wunschliste
Eine komfortablere Teilnahme an Vorlesungen, der Einsatz von Videotelefonie und eine stabile WLAN-Verbindung auf dem gesamten Campus stehen dabei auf der Wunschliste ganz oben. Auch die Professoren müssen teilweise Kritik einstecken: Ihnen werden ein sehr unterschiedlicher Digitalisierungsstand sowie eine verbesserungswürdige Erreichbarkeit bescheinigt. Das Skript zum Download, Kommunikation via E-Mail und eine Uni-Webseite gehören dagegen längst zum Standardprogramm der Bildungsstätten.

Status Quo an deutschen Unis: E-Mail, WLAN und das Skript zum Download
Die Bestandsaufnahme der digitalen Angebote an deutschen Hochschulen fällt ernüchternd aus. Studierende nutzen in erster Linie E-Mail (89%), WLAN auf dem Unigelände (89%), die Uni-Webseite (82%) und die Download-Möglichkeit der Skripte (79%). Die Nutzung von Uni-Apps (34%), Uploads von Prüfungsleistungen (46%) oder Hochschulzugängen zu Online-Bibliotheken (50%) rangiert im stabilen Mittelfeld. Insgesamt bleibt im Hinblick auf digitale Angebote noch viel Luft nach oben: Nur eine Minderheit deutscher Studenten machen auf dem Campus aktuell Gebrauch von gängigen Technologien wie Streaming (14%) oder Videotelefonie (4%). Auch die Kommunikation über Social Media ist ausbaufähig. Erst jeder Zweite (54%) ist über diesen Weg mit seiner Hochschule vernetzt. Digitales Lernen hat sich unter den Studierenden bereits etabliert. Rund zwei Drittel (65%) nutzen Lernplattformen wie Moodle in ihrem Studienalltag.

Mit Videotelefonie oder Streaming sollen Vorlesungen digitaler werden
Befragt nach digitalen Angeboten, die sich Studierende wünschen, stehen Services rund um die Vorlesung an der Spitze. Als meist genannter Wunsch für die eigene Hochschule rangiert das Streaming von Vorlesungen auf dem ersten Platz (61%). An zweiter Stelle folgt die Teilnahme an Vorlesungen per Videotelefonie, die sich 45% der Befragten wünschen. Fast jeder Dritte vermisst noch eine Uni-interne App (29%), während etwa ebenso viele gerne einen Instant-Messaging Dienst wie Slack oder Skype für die Kommunikation mit Professoren und Kommilitonen nutzen möchten (28%).

 

„Ortsungebundenes Lernen ist für die heutige Studentengeneration selbstverständlich. Studierende erwarten, dass ihr privates Nutzungs- und Kommunikationsverhalten auch im Unialltag funktioniert. Hier klaffen Wunsch und Wirklichkeit aktuell weit auseinander“, kommentiert Olaf Kempin, Co-Geschäftsführer und Gründer von univativ. Das gleiche Bild zeichnet sich bei der Frage nach dem am meisten gewünschten digitalen Angebot, das bequem von zuhause oder unterwegs aus genutzt werden kann: Mit deutlichem Vorsprung werden digitale Angebote rund um die Vorlesung gewünscht (58%). Abgeschlagen folgt das Einrichten von Sprechzeiten via Videotelefonie (14%) und die Abgabe von Prüfungsleistungen (11%).

Studium digital? 9 von 10 Studierenden sehen deutlich Luft nach oben
Jeder zweite Studierende (52%) bemängelt, dass Professoren einen sehr unterschiedlichen Digitalisierungsstand haben. Wo der eine schon „streamt“, arbeitet der andere noch mit dem Overhead-Projektor. Doch digitale Angebote dürfen auch an der Hochschule kein reiner Selbstzweck sein und müssen nutzerfreundlich gestaltet werden. So kritisiert rund ein Viertel (26%), dass das Informationsangebot der Uni unübersichtlich sei. Weiterhin monieren 24% der Befragten, dass die Erreichbarkeit von Professoren via Mail oder Kommunikationstool nicht zuverlässig gewährleistet ist. Insgesamt geben nur 9% der Studierenden an, keinen Verbesserungsbedarf zu sehen.

„Dass die Wirklichkeit an deutschen Hochschulen den Ansprüchen der Studierenden nicht gerecht wird, sollten wir ernst nehmen. Als Führungskräfte von morgen werden sie die digitale Transformation weiter vorantreiben. Zur Entwicklung der Fähigkeiten, die sie dafür benötigen, brauchen sie ein innovatives Lernumfeld. Hier trägt eine engere Vernetzung von Hochschulen und Wirtschaft dazu bei, den Studierenden durch Praxiseinblicke ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung zu vermitteln“, ergänzt Kempin.

Kein WLAN und Datenverlust sind die größten Bedenken
Dass digitale Angebote an den Hochschulen auch Risiken bergen, ist den Studierenden ebenfalls bewusst. So haben zwei Drittel Angst vor einem Verlust persönlicher Daten (36%) oder fremdverschuldeten Datenverlust seitens der Uni (30%). Das größte Hindernis erscheint ebenso banal: 41% gaben an, Bedenken hinsichtlich einer instabilen WLAN-/LAN-Verbindung auf dem Campus zu haben. Datenmanipulation durch Hacker (20%) oder Hochschulangehörige (13%) befürchtet dagegen nur ein kleiner Teil. Um ihre sensiblen Daten sorgen sich zudem 29% und gaben an, das Thema Datenschutz als bedenklich einzuordnen. Knapp jeder Vierte (22%) sieht das Thema insgesamt gelassen und hat hinsichtlich der Digitalisierung an der eigenen Uni überhaupt keine Bedenken.