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Pharmazie studieren: Kaum Risiken und Nebenwirkungen

Text/Quelle: Anke Beimdiek / STUDI-Info Sommersemester 2017
Fotos: Modelfoto: Colourbox.de, Colourbox.de

Du magst Naturwissenschaften und interessierst dich für medizinische Themen? Dann kommt für dich vielleicht ein Pharmaziestudium in Frage.

Diesen Witz hat wohl jeder Pharmazeut schon einmal in einer seiner vielen Varianten gehört: Ein Physikstudent, ein Medizin und ein Pharmaziestudent bekommen vom Professor ein Telefonbuch zum Auswendiglernen vorgesetzt. Der Physiker stellt fest, dass aus den Datenreihen nicht auf das Experiment geschlossen werden kann, weigert sich und geht. Der Mediziner schluckt drei Koffeintabletten und seufzt: „Bis wann?“. Einzig der Pharmazeut ist aufgeregt und fragt: „Darf ich die Gelben Seiten auch noch lernen?“

Risiken und Nebenwirkungen

Das Pharmaziestudium hat den Ruf, arbeits- und zeitaufwendig zu sein. Tatsächlich stehen viele Pharmaziestudenten unter Zeitdruck. Der Lernstoff ist sehr groß und der Stundenplan straff. Ein Großteil des Studiums findet im Labor statt. Das ist für Studenten, die frisch aus dem Abi kommen und keine pharmazeutisch-technische oder chemisch-technische Ausbildung gemacht haben, echtes Neuland. Dazu gibt es Seminare, Vorlesungen, Praktika – insgesamt ist das ein üppiges Pensum, das wenig Platz für Freizeit lässt. Das gehört zu den Risiken und Nebenwirkungen eines Pharmaziestudiums.

Naturwissenschaftlicher Mix macht das Fach interessant

Allerdings gibt es auch viele positive Aspekte, die das Studium besonders attraktiv machen. Wie die genau aussehen, hat der Bundesverband der Pharmaziestudierenden (BPhD) vor einiger Zeit in einer Umfrage unter Studenten und ausgebildeten Pharmazeuten herausgefunden. Das Ergebnis: Ein Großteil (jeweils 86 Prozent) der Studierenden und der Berufstätigen mögen besonders die Kombination mehrerer naturwissenschaftlicher Fächer. Viele Pharmazeuten haben eine Vorliebe für Chemie, Mathe und Co., wollen sich aber nicht auf eine Disziplin konzentrieren. Pharmazie verbindet die verschiedenen Naturwissenschaften und verknüpft sie außerdem mit der Medizin. So lernen Pharmazeuten, Medikamente und ihre Wirkungsweise genau zu verstehen.


Auf keinen Fall langweilig: Als Pharmazeut/in brauchst du umfassende naturwissenschaftliche Kenntnisse.

Abgeschlossen wird mit Staatsexamen

Das Pharmaziestudium ist – so wie etwa das Medizinstudium auch – ein Examensstudiengang. Das heißt, du kannst weder einen Bachelor noch einen Master in Pharmazie machen. Insgesamt gibt es drei Staatsexamina, nach deren erfolgreichem Bestehen du approbierter Apotheker bist. Das Studium besteht aus acht Semestern Regelstudienzeit und einem sich anschließenden praktischem Jahr.

Tipp: Online-Test Pharmazie
Du bist dir nicht sicher, ob ein Pharmaziestudium das richtige für dich ist? Dann kannst du im Internet den Check mit einem Selbsttest der Uni Freiburg machen. Der Online-Studienwahl-Assistent (OSA) ist ein interaktives Online-Tool, das allgemeine Informationen zum Studienfach und Beispielaufgaben bietet. Du hast die Möglichkeit, mit Hilfe von einigen Fragen zu überprüfen, ob die Vorstellungen über das Studium mit der Realität übereinstimmen. Du findest denTest unter www.osa.uni-freiburg.de/pharmazie.

Sehr gute Berufsaussichten

Wer das harte Studium durchhält, kann sich später die gut bezahlten Jobs aussuchen. Auf dem Arbeitsmarkt gibt es für Pharmazeuten sehr viele Einsatzfelder. Viele Absolventen arbeiten in einer öffentlichen Apotheke als Angestellte oder Apothekenleiter. Früher hatten Apotheker vor allem die Aufgabe, auf Rezept verordnete Rezepturen wie Salben, Zäpfchen oder Kapseln herzustellen. Heute steht die Information und Beratung der Patienten viel stärker im Vordergrund. Bei Krankenhausapothekern, die Krankenhauspatienten mit Arzneimitteln versorgen, spielt die Arzneimittelherstellung eine größere Rolle. In der pharmazeutischen Industrie kommen Apotheker als Fachmann für alle Fragen, die bei der Entwicklung und Produktion eines Arzneimittels entstehen, zum Einsatz. In der Forschung, Entwicklung und Herstellung bis hin zur Zulassung und Markteinführung neuer Arzneimittel ist das Wissen von Pharmazie-Absolventen gefragt.

Bewerbung: Zulassungsgrenzen und -verfahren
Abiturienten aus Mecklenburg-Vorpommern brauchten im vergangenen Sommersemester 2016 mindestens eine 1,1 auf ihrem Abi-Zeugnis, um über die Abiturbesten-Quote direkt einen Pharmazie-Studienplatz zu ergattern. Schulabgänger aus Bremen kamen dagegen sogar noch mit einem Schnitt von 2,4 zum Zuge. Fünf Semester mussten Bewerber warten, die es über die Wartezeit-Quote ins Studium schafften. In den Auswahlverfahren der Hochschulen werden häufig Einzelnoten aus dem Abitur oder eine Berufsausbildung neben dem Abi-Schnitt als zusätzliche Kriterien gewertet. Vereinzelt gibt es Auswahlgespräche und Tests. Ähnlich wie bei den medizinischen Studiengängen läuft die Bewerbung über das Portal www.hochschulstart.de. Allerdings ist bei einigen Hochschulen zusätzlich eine Registrierung nötig